Remo Largo und die gelungene Schulzeit

Eine sehr schöne Beschreibung darüber, was eine gelungene Schulzeit ausmacht, findet sich im Buch „Jugendjahre“ von Remo Largo und Monika Czernin (S. 284):

„Unabhängig davon ob der junge Erwachsene das Gymnasium, die Realschule oder die Hauptschule besucht hat, konnte er in der Schule alle wesentlichen Fähigkeiten entwickeln, insbesondere seine Stärken, also diejenigen Fähigkeiten, auf die er seine zukünftige Existenz aufbauen wird. Er hat gelernt mit seinen Schwächen umzugehen und diese als ein Teil seines Wesens zu akzeptieren. Er weiß, dass die Schwächen ihn wohl einschränken, er aber sauf seine Stärken vertrauen kann. Er hat sich Fertigkeiten, Wissen und Lernstrategien angeeignet, die zukunftsgerichtet sind. Er verfügt über ausreichend entwickelte soziale Kompetenzen sowie eine Sinn für die Gemeinschaft und ihre ethischen Werte. Schließlich hat er ein gutes Selbstwertgefühl erwerben können. Denn er war sozial von Lehrern und Mitschülern immer akzeptiert, die schulischen Anforderungen waren für ihn meist zu bewältigen sie waren überwiegend mit Erfolg verbunden. Mit einem guten Selbstwertgefühl kann seine Zukunft mit der Überzeugung in Angriff nehmen: Ich werde mich in dieser Gesellschaft behaupten.“

Prozentuell würde ich schätzen, dass ein Hauptteil des Unterrichts an der Berufsschule sich mit „Wissen“ beschäftigt, dazu ein wenig die „Fertigkeiten“ geübt werden und alles andere ein wenig nebenher und nebenbei läuft. Und wir wissen alle, was es heißt, wenn wir so „nebenbei“ eine Aufgabe erledigen sollen, oder?

Largo beschreibt die Schule an sich ist eine Vermittlerin zwischen den Generationen (S. 283). Wissen, Fertigkeiten und Bildungsinhalte, die eine ältere Generation geschaffen und bewahrt  hat, soll an die nächste Generation weitergegeben werden. Demzufolge ist die Schule eine durch und durch konservative Einrichtung, die hauptsächlich auf Vergangenes fokussiert.

Seit fast 20 Jahren ändert sich unsere Gesellschaft durch die Informationstechnologie rasant. Es ist an der Zeit, den Inhalt der Lehrpläne und die Struktur der Schulen in Frage zu stellen. Bildungspolitiker können sicherlich schlüssig beweisen, dass sie durchaus „den Fortschritt“ in den Lehrplänen verankert haben und jede Menge Geld für „fortschrittlichen Unterricht“ ausgeben. Gleichzeitig möchte man aber nicht auf Althergebrachtes verzichten und so haben wir den Effekt, dass die Lehrpläne immer voller und die Freizeit der Jugendlichen immer weniger wird. Wo früher drei Fragen über ein Thema mündlich geprüft wurden, ist heute die x-te Präsentation, am besten mit Prezi, weil Powerpoint nicht genug ist, zu halten. Abzuliefern ist zusätzlich ein pippifeines Tipp-Top-Handout, das ausschließlich Creative-Commons-Bilder verwendet und zwingend einen QR-Code für den Link zu slideshare enthalten muss. Alles termingerecht auf der Lernplattform hochzuladen, versteht sich.

Gleichzeitig tönt es aus den Konferenzzimmern: „Die Schularbeit, die ich vor 15 Jahren gegeben habe, die könnte ich ja heute überhaupt nicht mehr geben. Alle würden sie durchfallen…“. Als ob die Jugendlichen jedes Jahr ein wenig dümmer weniger leistungsfähig werden würden. „Nein“, tönt es, „nicht alle. Die sind heute viel unkonzentrierter und haben so viel anderes im Kopf: Handy, Facebook, SMS, Computerspiele usw.“ Dabei übersehen wir Alten, dass wir es sind, die jedes Jahr ein bisschen mehr in die Köpfe reinpressen wollen.

Largo meint, die Schule hat auch ein biologisches Problem: Jugendlichen sind ihre Kompetenzen in der Pubertät egal: Das Zusammensein und das gemeinsame Erleben ist wichtiger als die eigenen Begabungen. Selbstverwirklichung hat in diesen Jahren keine Priorität. Viele Aktivitäten werden nur aus sozialem Engagement heraus unternommen, um Anerkennung zu ernten und sozialen Status zu erlangen. Leidenschaft und innerer Antrieb sind keine Gründe mehr für Leistung.

Im Kapitel „Gesellschaft“ (S. 342) meint Largo:

„Wir dürfen uns auch nicht von der Illusion verführen lassen, wir würden es mit irgendwelchen Lernprogrammen schaffen, dass es keine schwächer begabten Kinder und Erwachsene mehr geben wird. Wir sollten vielmehr die Vielfalt an Begabungen möglichst optimal nutzen. Für die Schule heißt das, die Talente der Kinder in der ganzen Breite zu fördern, und für die Gesellschaft bedeutet es, jedem Menschen mit entsprechenden Rahmenbedingungen zu einem existentiellen Auskommen und sozialer Integration zu verhelfen.“

Früher hat es Jugendliche gegeben, die ihre Schulpflicht in der 3. Hauptschule erfüllt haben und Hilfsarbeiter wurden. Oder denen später „der Knopf aufgegangen ist“ und die Versäumtes nachgeholt haben. Jetzt gibt es eine Ausbildungsgarantie. Für uns Lehrer heißt das: Ausbildungspflicht. Das heißt, dass die Zusammensetzung von leistungsfähigen bzw. weniger leistungsfähigen Jugendlichen im Klassenzimmer noch mehr als bisher auseinanderdriftet. Der Satz von Wolf Müller-Limmroth (Weltwoche 1988) über die Aufgabe des Lehrers war damals schon treffend und trifft’s heute noch mehr:

„Die Aufgabe des Lehrers ähnelt daher der eines Menschen, der eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände in nordsüdlicher Richtung zu führen habe, und zwar so, dass alle bei bester Laune bleiben und möglichst gleichzeitig an drei verschiedenen Zielorten ankommen.“

Es liegt an uns Lehrern, den Irrsinn mit den überladenen Lehrplänen zu stoppen und jedes Jahr ein wenig mehr in die Hirne reinstopfen zu wollen, die allein aus biologischen Gründen (Pubertät, Veranlagung) nicht wollen (oder können). Nur weil wir selbst so manche Sachen in unserer Schulzeit erlernt (gepaukt und wieder vergessen) haben, so müssen wir das unserer Jugend nicht auch antun. Aber seien wir ehrlich: Es ist leichter und pfleglicher für den Job, aus schön aufbereiteten Lehrbüchern lehrplangemäß zu unterrichten, als den Mut zu haben, sich auf Neues einzulassen. Doch was spricht dagegen? Die Karriere kann’s wohl nicht sein? Direktor will selten noch wer werden und eine Karriereleiter, die wir uns verbauen könnten, gibt’s für uns Lehrer ja sowieso nicht. Was hindert uns daran, den Jugendlichen „Wissen, Fertigkeiten und Lernstrategien“ zu vermitteln, Schülerinnen und Schülern soziale Kompetenzen und ethische Werte zu vermitteln und dafür auf Unsinnigkeiten im Lehrplan zu verzichten?

Jugendjahre„Jugendjahre“ von Remo Largo und Monika Czernin ist empfehlenswert für Eltern und Lehrerinnen, die mit Jugendliche im Alter von 9 – 20 klar kommen möchten. Nach der Lektüre wird der Alltag etwas problemloser. Versprochen!!

Obige Zitate sind aus dem kurzen Kapitel Schule entnommen. Auf den anderen 300 Seiten geht es um die Entwicklung von Jugendlichen  in Bezug auf Körper, Sexual- und Sozialverhalten, Sprache, Denken, Motorik, Schlaf, Clique, Selbstverwirklichung, Gefahren und um ihr Umfeld punkto Eltern und Gesellschaft.

Remo H. Largo, Monika Czernin: Jugendjahre. Kinder durch die Pubertät begleiten. Piper Verlag, München und Zürich, 2013.

Meine 15 Tablet-PC für die Berufsschule #opco12

Ende Mai dürfen wir Lehrer in der Berufsschule Wunschzettel schreiben. Diese Wunschzettel enthalten Neuanschaffungen, die im nächsten Schuljahr (vielleicht, unter Umständen und eventuell, falls es das Budget zulässt und nicht andere dringende oder länger aufgeschobenene Anschaffungen notwendig werden) genehmigt werden könnten. Wer jetzt denkt, wir sind im Paradies, dem sei dasselbe wie den Kindern zu Weihnachten gesagt: „Nicht alles, was Du auf den Wunschzettel schreibst, das bekommst du.“ (Ich brauche im Jahr 2012 nicht zu erwähnen, dass unser Budget nicht gerade üppig ist, oder?)

Aber so als Idee, als einen Wunsch ans Christkind wünsche ich mir 15 Tablet-PCs für eine Gruppe, in einem schönen Koffer, fertig zum Austeilen im Englisch- bzw. Wirtschaftskunde-Unterricht oder auch in Politischer Bildung. Ipads übersteigen unser Budget. Deshalb habe ich beispielsweise mit dem Kindle-Fire kalkuliert. Das gibt es zwar bei uns (noch) nicht, wird aber hoffentlich mit einem ähnlichen Kampfpreis wie in den USA von ungefähr EUR 200,00 pro Stück verkauft werden. Diese Preisklasse ist am ehesten vorstellbar, billiger wird’s vermutlich demnächst nicht gehen.

Spontan würde ich mit den Tablets folgendes machen:

  1. Quizlet nutzen: Auf meiner To-do Liste für nächstes Jahr steht, zusammen mit den Textverarbeitungs-Lehrern die Standard-Vokabel aller Lehrgänge von den Schülern erfassen und von den Lehrerinnen und Lehrern reviewen zu lassen und dann in quizlet einzupflegen. Schülerinnen und Schüler könnten dann mit ihren Smartphones und eben den Tablets die Words lernen.
  2. Wörterbuch: Ich schlage so gut wie nie im Offline-Wörterbuch nach, weil sowohl Geschwindigkeit, Aktualität, Preis und auch der Komfort und Service von Online-Wörterbücher unschlagbar sind.
  3. Kindle-App: Wir haben zwar nur 40-Stunden Englisch im vollgestopften Lehrgangsunterricht, aber ein paar zu lesende Buchseiten könnten wir da und dort schon einbauen. Unter Nutzung der Kindle-App inklusive Wörterbuch inklusive Sprachausgabe lassen sich vielleicht einige Schüler dazu hinreißen, auch außerhalb der Berufsschule zu lesen.
  4. Wikipedia-Recherche: Mit der Wapeida-App könnten in Politischer Bildung und in Wirtschaftskunde akkurate Informationen erarbeitet werden.
  5. Zeitungs-Apps: Das Gleiche gilt für aktuelle Nachrichten.
  6. Umfrage-App: Abstimmungen, Fragen und Feedback von Schülerinnen und Schülern, beispielsweise wie mit ARSnova, hier in frawadis Blog-Beitrag beschrieben.
  7. Lernzielkontrollen-App: Kurze, knackige Stundenwiederholungen mit Hilfe der Tablets inklusive automatischer Punktevergabe, Aufzeichnung der Lernschwächen und Weitergabe dieser (individuellen) Lernschwächen an den Lehrer bzw. der Lehrerin. Eine App dazu ist mir nicht bekannt, vielleicht gibt’s (bald) irgendein mobile-Moodle-Plugin?

Wie gerufen kamen zu diesem Thema die letzten beiden OPCO12-Sessions „Mobile Apps“ und „Tablet Computing„. Danach sah die schöne, neue Tablet-Unterrichtswelt nicht mehr ganz so wundervoll aus. Näher durchdacht, ergeben sich bei der Nutzung von Tablets neben der prekären budgetären Situation auch einige andere „Details“.

  1. Tablets sind „personal devices“. Das heißt: Normalerweise sind sie für genau einen User eingerichter, der von dort seine Mails abholt, Facebook-Status-Updates macht und twittert. Kann sein, dass ich mich irre, aber ein User-Wechsel in Android geht über „Konto entfernen“ und wieder neu anmelden. Was mit Bezahlt-Apps dabei passiert, habe ich nicht ausprobiert. Ich frage mich, ob die danach noch verfügbar sind? Alternativ könnte für ein Tablet ein Standard-Google-Account eingerichtet werden, also Tablet01 bis Tablet15.
  2. Dazu hätten wir ein noch ein ganz anderes, triviales Problem: Wenn wir kostenpflichtige Apps benötigen würden, dann bräuchten wir eine Kreditkarte. Ich glaube nicht, dass die Verwendung eines so modernen Zahlungsverfahrens in der Schulorganisation ohne Hürden möglich wäre 😉
  3. Kommen wir zur Wartung der Tablets: 15 Stück würden ja noch machbar sein. Aber ich frage mich, welche Hard- und Software benötigt wird, wenn bei einigen hundert Tablets der Akku zu laden ist oder Apps zu installieren sind. Bei 15 Stück ist das ja noch einigermaßen überschaubar, aber trotzdem aufwändig. Wie verhält sich ein PC-Netzteil, wenn wir mittels einiger USB-Hubs alle anhängen? Mein ipad@home lädt ja nicht mal, wenn ich es am leistungsstarken Home-PC anschließe…
  4. WLAN: Wir haben in der Schule ganze zwei WLAN-Router. Einer für die Lehrer, der deckt das Konferenzzimmer und 3-4 Klassenzimmer ab und einen für unsere Notebook-Klasse. Riecken hat neulich beschrieben, dass ein ordentliches WLAN doch etwas aufwändiger aufzubauen ist und einiges an Anschaffungskosten verursacht. Die Tablets sollten ja in allen Klassen einsetzbar sein, ansonsten könnten wir ja gleich einen unserer 5 EDV-Räume (bei insgesamt 9 – 11 anwesenden Klassen) belegen, das wäre dann einfacher.

Was wir also für einen Tablet Einsatz in der Schule brauchen, ist folgendes: (Hinweise mit Link, dass es das alles schon gibt, nehme ich dankend entgegen und werden mit mindestens vier lobenden Erwähnungen geahndet)

  • Eine Netzwerk-App, mit der x-Tablets installiert, verwaltet, überwacht und gesperrt werden können. (Sowas wie Air-Dropper, nur eben für Geräte-Gruppen).
  • Eine Image-Installation, wenn ein Tablet mal absäuft.
  • Die Möglichkeit, Apps zu kaufen und auf eine Geräte-Gruppe zu verteilen. Bitte mit Mengen- und Bildungsinstitutionen-Rabatt.
  • Einen Auflade-Kasten, so ähnlich wie es den für Notebooks gibt: Tablets rein in den Kasten und die laden dann bis zum nächsten Einsatz auf. Aber bitte mit intelligenter Aufladefunktion.

Für uns als Schule wäre es daher einfacher, zu einer BYOD-Politik überzugehen. Keine Tablets kaufen, sich nicht um die Wartung kümmern. Ja, nicht einmal WLAN wäre notwendig, weil meist ausreichend Datenvolumen in den Mobile-Verträgen inkludiert ist. Meist…

Die Abwälzung der Kosten auf die Schülerin bzw. den Schüler wäre bequem. Aber auch dieses Vorgehensweise bringt einige Nachteile, die Charlie Osborn schön zusammengefasst hat.

Was tun? Gehen wir zum Ausgangspunkt zurück: Die ersten Ideen, die ich mit den Tablets realisieren wollte, aus der Sicht meiner analogen Kolleginnen:

  1. Quizlet nutzen: „Du sollst sowieso nicht Vokabeln lernen lassen. Verkaufsgespräche, Texte, Phrasen. Aber keine Vokabeln!“
  2. Wörterbuch: „Ich lasse sowieso keine Wörterbücher in meinem Unterricht verwenden. Die sollen mich fragen“ oder „Die Schüler sollen ruhig mal nachschlagen. Das ABC üben. Die können das nämlich nicht mehr.“
  3. Kindle-App: „Bücher lesen? Im Unterricht in der Berufsschule? Wir kommen ja so kaum mit dem Stoff durch! Spinnst Du? Und außerdem: Was ist Kindle?“
  4. Wikipedia-Recherche: „Wikipedia stimmt nicht. Da kann jeder alles reinschreiben. Und dann haben wir diese Wikipedia-Referate, wo die Schüler das, was sie sagen nicht mal selber verstehen.“
  5. Zeitungs-Apps: „Es gibt ZIS (Zeitung in der Schule). Die kannst Du bestellen. Da haben sie was in der Hand und können was ausschneiden und aufkleben. Das ist dann was für die haptischen Lerntypen.“
  6. Umfragen-App: „Du könntest die Schüler auch die Hände heben lassen. Oder fragen. Die sitzen ja direkt vor dir.“
  7. Lernzielkontrollen-App: „Die Schüler können sowieso nicht mehr schreiben, da sollen sie wenigstens bei der Lernzielkontrolle schreiben.“ oder „Ich möchte aber mündlich prüfen, weil ich will nachfragen.“

Ja. Hm. Was nun?

Vielleicht ein paar best-practices Beispiel sammeln, beispielse hier bei Andreas Hofer.

Schei#!e, O!da!

[Update 22.10.11: Oh Mann, die Überschrift war ja ein Spam-Magnet. Überschrift und Text wurden deshalb verfremdet]

Wenn die ARD-Mediathek den „unflätigen Umgang unter Parteifreunden“ thematisiert und im Beitrag berichtet, dass ein (deutscher, aber egal) Politiker einem anderen ins Gesicht sagt, „er solle ihn mit so einer Schei#!e in Ruhe lassen“, dann darf ich auch von meiner nagelneuen, nicht repräsentativen Statistik erzählen:

  • Zeit: Freitagnachmittag, ca. 1,5 Stunden vor dem Wochenende
  • Ort: ein sonniges Klassenzimmer
  • Anwesende: Verkäufer, durchgehend 16-17jährig
  • Fach: Wirtschaft
  • Beobachtungs- bzw. Aufzeichnungszeitraum: 15:15 – 15:50

Was ist anders als sonst? Ich habe an meinen Schreibtisch ein Post-it mit zwei Spalten geklebt: „Schei#!e“ und „O!da“.

Aufgabe: Klammheimlich jedesmal wenn ich als Lehrer „Schei#!e“ oder „O!da“ höre ein Stricherl da bzw. eines dort. Sollte der Begriff unbekannt sein: hier ist eine Wiki-Eintrag dazu.

Ergebnis: In 35 Minuten 12 mal „Schei#!e“ und 9 mal „O!da“ gehört. Also alle 2,9 Minuten „Schei#!e“ und alle 3,8 Minuten „O!da“ gehört. Oder anders gesagt: Alle 1,5 Minuten höre ich entweder „Schei#!e“ oder „O!da“. Ich lasse mal die Wochen-Highlights wie „Brunzkopf“ oder „fette Sau“ weg, die in anderen Einheiten gefallen sind.

Mich stört das. ich arbeite nicht gern in einer Umgebung, in der ich dauernd an dieses Bild (siehe Bild) denken muss. Der Klassiker ist ja „Denke jetzt mal nicht an einen blauen Elefanten mit rosa Streifen“. Und wenn ich Schei#!e höre, dann drängt sich (mir zumindest) dieses bestimmte Bild rechts oben auf.

Es ist unangenehm und eklig. Genauso wie Füße auf dem Tisch. Oder Mundgeruch. Oder Abgabe zerissener oder verschmierter Hausübungen. Vielleicht stört es auch manche Kunden, die (unfreiweillig) so manche Gespräche des Verkaufspersonal mithören. Welche Überstunden / Urlaub / Zeitausgleichsansuchen nicht genehmigt worden sind. Wer was wann zu wem angeblich gesagt hat und dass das eine Frechheit ist. Dicht gefolgt entweder von S oder O.

Ich habe den Eindruck, dass vielen diese Wörter nicht bewusst sind. Dass sie genauso verwendet werden, wie manche Menschen „ähm“ oder „ahh“ oder „Na gut“ (=beliebter Lehrersatz zum Unterrichtseinsteig) sagen. Mit der Statistik oder der anschließenden Ergebnisveröffentlichung wolle ich ein Bewusstsein schaffen, dass diese Worte eben nicht selbstverständlich sind und eben nicht andauernd im Klassenzimmer oder in Verkaufsräumen fallen müssen. Sozusagen ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit im täglichen Sprachgebrauch.

Ganz besonders hat es mich gefreut, dass die eifrigsten „Sche#!e O!da“-User Besserung gelobten und heute schon eine Wirkung zu hören war. Vielleicht sollte ich das auch mal im Konferenzzimmer thematisieren, nachdem ich heute Morgen innerhalb von 30 Sekunden zweimal „Schei#!e“ gehört habe. Das schlägt – statistisch gesehen – sogar die Schüler. Gut, dass das eine Ausnahme war.

Schulinternes Best-of-Methoden Seminar

Ich könnte vieles von meinen Kolleginnen und Kollegen lernen, wenn ich, statt zu unterrichten, ihren Unterricht besuchen würde. Leider ist das erstens an unserer Schule sehr unüblich, zweitens würde meine ohnehin (duch das „Nebenbei“-Studium in Hagen) knapp bemessene Freizeit noch weiter reduziert werden (jaja, lacht nur)  und drittens steckt in dieser Vorgehensweise doch eine gewisse Ineffizienz. Jeder, der schon Unterrichtsbesuche gemacht hat weiß, wie öde das sein kann, wenn die Schülerinnen und Schüler angestrengt und intensiv arbeiten und man selbst beobachtenderweise nichts zu tun hat und auf das Ergebnis wartet.

Also wurde eine andere Variante kreiert, um voneinander zu lernen: Das schulinterne „Best-of-Methoden Seminar“. Und das habe ich mir so vorgestellt:

Das Ziel dieses kooperativen, fächerübergreifenden SCHILF-Seminars ist, bewährte Unterrichtsmethoden aus einem beliebigen Fach den Teilnehmern vorzustellen. Dabei schlüpfen die Lehrerinnen und Lehrer in die Schülerrolle und probieren die Methode unter Anleitung selbst aus. Erwünscht sind alle Methoden, die Schülerinnen und Schüler das Lernen erleichtern. Im optimalsten Fall kann die Methode auch für andere Fächer (in adaptierter Form) verwendet werden. Eine kurze Reflexions- bzw. Feedbackphase über mögliche Veränderungen der Methode im eigenen Unterricht beendet die jeweilige Methodenvorstellung. Der Zeitrahmen pro Methodenvorstellung sollte 15 Minuten nicht überschreiten – im realen Unterricht kann die jeweilige Methode länger dauern. Wünschenswert wäre, dass jede Teilnehmerin bzw. jeder Teilnehmer eine Methode vorstellt – dies ist allerdings kein Muss, Zuhörer sind auch willkommen.

Wichtig ist, dass die jeweilige Methode nicht nur beschrieben, sondern auch live ausprobiert wird. Das hat folgende Gründe:

  1. Die tatsächliche Durchführung steigert den Lerneffekt und die Methode kann später vielleicht auch ohne jeweilige (schriftliche) Methodenbeschreibung „spontan“ im Unterricht eingesetzt werden.
  2. Erst bei konkreter Durchführung der Methode bekommt der Teilnehmer ein „Bauchgefühl“, ob diese für ihn selbst geeignet ist.
  3. Die Reflektion und Adaption für das eigene Fach nimmt weniger abstrakte Formen an.
  4. Es sollte ein vertrauensvolles Klima von gegenseitigem Geben und Nehmen entstehen und
  5. es ist lustiger als die Methode nur vorzulesen.
In der Vorbereitungsphase wird nach Anmeldung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam eine Liste mit möglichen Methoden erstellt. Dies erfolgt in einem ietherpad. Eventuell erfolgt eine Abstimmung bzw. Koordination, welche Methoden vorgestellt werden sollten (via Google-Text und Tabellen Formular), dies ist aber nur notwendig, wenn sehr viele Teilnehmer sehr kreativ sind.

Die jeweiligen „Methoden-Inhaber“ bereiten vor dem Seminar gemäß eines Templates eine A4-Kurzbeschreibung der Methode vor (Name, Ablauf, Dauer, mögliche Teilnehmeranzahl). Diese Kurzbeschreibung sollte so ausführlich sein, dass sie als Anleitung zur Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts dienen kann. Die einzelnen Kurzbeschreibungen werden zu einem Skript sowohl in Papierform als auch online (unter einer Common-Creative-License – frei kopierbar unter Namensnennung) als Produkt unserer Schule zur Verfügung gestellt.

Den Methoden-Super-Guru, den sparen wir uns. Ebenso Reisekosten, Vorbereitung für Vertretungsstunden, Vertretungsstunden, Nachbereitung für Vertretungsstunden und gut gemeinte 5minütige Zusammenfassungen von 6stündigen Seminaren auch. Aber wenn wir am Ende unserer Methodenweisheit sind, ja dann wird einer von uns ein Methodenseminar außerhalb der Schule besuchen. Aber ich vermute, dass wir noch lange nicht am Ende sind.

Dieses SCHILF-Seminar ist ein erster Schritt. Der Pädagogischen Hochschule habe ich vorgeschlagen, die Grundidee dieses Seminar (in einer angepassten Variante) schulübergreifend zu initiieren. Ich bin gespannt, was aus dem Vorschlag wird.

Neues Podcast-Projekt gestartet: Österreichisch für Englischsprachige

Im Englisch-Unterricht startete ich mit drei Klassen gegen Ende des vorigen 10-Wochen-Lehrgang eine neue Podcast-Serie, in der einige oberösterreichische Dialektwörter auf Englisch erklärt und geübt werden. Die Serie nennt sich „Austrian-German as a second language podcast“, kurz AGSL, und ist auf agsl.posterous.com und bald im itunes-Store abonnierbar.

Warum dieses Thema?

  1. Als Tourist liebe ich es, einige Brocken der örtlichen Landessprache zu beherrschen. Der AGSL-Podcast ist gut dazu geeignet, einige sehr, sehr typische Wörter aus Oberösterreich zu lernen. Das möglicherweise meist verwendete Wort für diesen Zweck in Oberösterreich könnte „Oachkatzlschwoaf“ (=Eichhörnchenschweif) sein. Kaum ein hochdeutsch- oder andersprachiger Tourist, der beim Kontakt mit Einheimischen nicht irgendwann gezwungen wird, dieses Wort auszusprechen.
  2. Im Unterricht wird bei dieser Übung die Kreativität, Schreib-, Lese- und Sprachkompetenz in Zweier-Gruppen trainiert. Und natürlich: Der Fun-Faktor ist in diesem Fall nicht vernachlässigbar!
  3. Nachem der Wirtschaftskunde-Podcast ganz gut lief, wollte ich eine etwas internationalere Serie starten, um auszuprobieren, wie viele Zugriffe diese im Vergleich zu einem rein deutschsprachigen Angebot hat. Für die beteiligten Schülerinnen und Schüler und für mich wird es interessant werden, in welchen Ländern die Podcasts gehört werden. Auf posterous wird dies mittels Google-Analytics und Feedburner auf einfachste Weise möglich gemacht.

Die Idee, einen englischsprachigen Podcast zu erstellen hatte ich schon länger. Was fehlte, war ein knackiges Thema. Es sollte ein Thema sein, dass

  1. kurze Podcasts von maximal 1 – 2 Minuten Dauer,
  2. eine einfache Sprache erlaubt, was sowohl Satzbau als auch Aussprache betrifft,
  3. den Schülern größtmögliche Gestaltungsfreiheit lässt und
  4. trotz alledem dem Zuhörer einen gewissen Unterhaltungswert oder sogar Nutzen bringt.

Die größten Bedenken hatte ich bezüglich Aussprache und Grammatik, weil meine Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedliche Sprachniveaus aufweisen. Letztendlich habe ich aber dann beschlossen, das alles nicht so eng zu sehen, Fehler zuzulassen und den Focus auf eine rasche und einfache Produktionsweise (quick & dirty) zu legen.

Ein Mindestmaß an Qualitätssicherung halten wir allerdings trotzdem bei der Vorgehensweise ein:

a) Schülerinnen und Schüler überlegen sich ein Dialektwort (möglichst aus ihrem Heimatort) und klären das mit mir ab. Ich habe eine Liste mit den bisher verwendeten Worten bzw. bremse ein, wenn das Wort zu wüst gewählt ist.

b) In Zweier- bzw. maximal Dreiergruppen erstellen Schülerinnen und Schüler einen Text und tippen diesen in ein neu angelegtes Titanpad (www.titanpad.com). Als Syntax hat sich http://www.titanpad.com/Klassenname + Katalognummer bewährt. Die Schülerinnen und Schüler sollten Online-Wörterbücher wie www.dict.cc und www.linguee.de verenden. Zusätzlich erhalten sie einen ausgedruckten Muster-Podcast, in dem die zu verwendenden Intro-Sätze enthalten sind und der eine gewisse Leitlinie ist, was den Aufbau des Podcasts betrifft.

Die Regeln für die Erstellung sind ganz einfach:

  • einer/eine pro Gruppe tippt
  • Dialektwort bzw. Dialektsatz tippen
  • Introtext einfügen (lt. Muster-Podcast)
  • hauptsächlich Present tense verwenden
  • Teil einbauen, wo der Hörer das Vorgesprochene nachsprechen muss (“Repeat after me”)
  • E-Mail + Klasse ins titanpad reintippen
  • Vermerk, ob der Podcast anonym, mit Namen oder mit Nickname erscheinen soll

c) Danach wird der Podcast einer anderen Gruppe vorgesprochen. Feedback bzw. Verbesserungsvorschlägen fallen hier meist ziemlich dürftig aus.

d) Mittels Etherpad überprüfe ich bis zur nächsten Woche den Text und bessere ggf. das Gröbste aus, lasse aber (und das ist wichtig!!) ansonsten den Text unverändert. Schließlich sollte das Ganze ein Werk der Schülerinnen und Schüler bleiben!!

e) Eine Woche später wird der Podcast aufgenommen. Für jeden Sprecher und für mich habe ich einen Ausdruck vorbereitet. Während des Aufsprechens markiere ich mit Leuchtstift eventuelle Aussprachefehler oder Unsicherheiten und lasse diese im Anschluss gleich nochmal verbessert sprechen. Diese Leuchtstift-Unterlage hilft später beim Schneiden, da ersichtlich ist, welche Passagen öfter verbessert gesprochen wurden.

Die produzierten Podcasts werden aus organisatorischen Gründen von mir geschnitten. Das liegt einerseits daran, dass Audio-Bearbeitung in unserer Berufsschule in kein Unterrichtsfach passt und es so gut wie nicht vorkommt, dass sich ein Schüler bereit erklärt, die Podcasts in seiner Freizeit zu schneiden. Mittlerweile finde ich mich damit ab und benötige für einen Podcast-Schnitt (wenn Intro und Drumherum festgelegt sind) knappe fünf bis zehn Minuten. Das macht dann insgesamt einen Zeitaufwand von zwei Unterrichtseinheiten plus die benötigte Zeit für’s Schneiden. Mehr ist auch oft nicht drinnen in unserem strikten Lehrplan, wo das Stoffgebiet für jede einzelne der 40 Unterrichtseinheiten (abzüglich 10 % möglicher Entfall) festgegelegt ist.

Die Serie wird ab sofort, sofern keine wichtigen dienstlichen Gründe („Das kannst Du im Englisch-Unterricht nicht machen!!“) im wöchentlichen Abstand erscheinen. Material ist genug vorhanden, das reicht locker bis Mitte September und die Dialektworte … die gehen uns auch nicht aus.

Englisch-Unterricht: How do you feel today?

Im Englisch Unterricht war letzte Woche die Einheit „How do you feel today?“ an der Reihe. Dazu gäbe es jede Menge Wörter, Vokabellisten usw. Mit meiner Gruppe von 13 Schülerinnen und einem Schüler haben wir ein kurzes Video produziert. So sind wir vorgegangen:

  1. Ich zeigte das Video 40 expressions her.
  2. Danach fragte ich, ob die Schüler Lust hätten, auch so was zu produzieren. Das Ziel war allen bekannt: Das Video sollte auf youtube stehen und somit auch über Facebook etc verbreitet werden. Ich betonte ganz klar, dass ich niemand zwinge, da mitzumachen. Alle waren einverstanden, beim Dreh stellte sich dann heraus, dass Einzelne doch nicht gefilmt werden wollten, was natürlich okay war.
  3. Die Schüler teilten sich in Dreier-Gruppen auf und erhielten dieses Arbeitsblatt.How do you feel today. Jeder Gruppe wurden zwei Zeilen zugewiesen, von denen sie sich jeder drei Gemütszustände aussuchen konnte.
  4. A4-Blätter mit den ausgesuchten Wörtern wurden vorbereitet. Es empfiehlt sich, die Blätter auf evt. Schreibfehler zu untersuchen. Blätter aufheben, die können später zur Wiederholung verwendet werden.
  5. Eine Woche später filmten wir in knapp 35 Minuten die Sequenzen.
  6. Zuhause schnitt ich das Video, die Hintergrundmusik holten wir von www.jamendo.com. Nachdem ich einige Szenen rausgeschnitten habe, sind es nicht ganz „40 expressions“ geworden, sondern nur „almost 40 expressions“.

Das Video kann für andere (künftige) Schüler wie folgt verwendet werden:

  1. Video ansehen oder
  2. Sammeln von Wörtern, die gemerkt wurden oder
  3. Anstreichen für Wörtern auf dem Arbeitsblatt, die gesehen wurden oder
  4. Wörter im Wörterbuch nachschlagen oder
  5. einen Satz bzw. eine Situation mit diesem Wort bilden (vorlesen oder vorführen) oder
  6. eine kurze Geschichte mit x Wörtern schreiben oder
  7. ein Schüler sitzt mit dem Rücken zur Leinwand, ein anderer liest das Vokabel vor, Wort wird übersetzt oder
  8. eigenes Video drehen

Hier das Ergebnis:

(So ähnlich bin ich auch voriges Jahr bei den „40 expressions“ vorgegangen).

Wikis im Unterricht – Erfahrungsaustausch

Christian Spannagel berichtet im Blog-Post „Hey, hey Wiki!“ von seinen Erfahrungen mit Wikis in der Schule. Seine Erlebnisse mit aufwändigen Anmeldungen, wo annähernd ganze Unterrichtsstunden draufgehen, habe ich ähnlich erlebt. Dass Schüler von der einen auf die andere Stunde ihr Passwort vergessen, die Wiki-Adresse nicht richtig abtippen und Probleme mit dem Zugriff auf eine Webmail-Adresse haben, das kann ich nicht nur für Schüler bestätigen. Dasselbe tritt bei Erwachsenen-Seminaren und (natürlich) auch bei Lehrer-Seminaren auf.

Trotzdem motiviert mich sein Beitrag, dieses Jahr wieder mal ein Wiki-Projekt im Unterricht zu starten. Wobei ich aufgrund der bisherigen Versuche, die hier in der Serie „Wikis in der Schule“ dokumentiert sind, noch einige Hausaufgaben machen muss. Denn die Arbeit mit einem Wiki fühlt sich für die meisten Menschen absolut ungewohnt an und daher braucht es noch einige „best practices“ um ein anständiges „Ergebnis“ zu bekommen. Einige Schüler-Aussagen während der Arbeit mit den Wikis:

  1. „Die (Rechtschreib)fehler eines anderen ausbessern? Niemals!“
  2. „Peer-Review? Forget it!“
  3. „Kreativität statt Copy-Paste? Warum denn?“
  4. „Die Benotung ist ungerecht, wenn wir alle zusammenarbeiten.“

Das alles ist sicherlich lösbar. Was ein Wiki aber für die meisten Unterrichtszwecke unbrauchbar macht ist, dass ein Wiki einzigartig sein muss. Warum?

Ich beginne mit dem (Berufsschul)lehrgang 1 an einem Wiki, beispielsweise über Wertpapiere. Der nächste Lehrgang, 10 Wochen später, arbeitet daran weiter. Dieser muss erstmal den Wissensvorsprung des Lehrgangs1 aufarbeiten, um das Wiki dann weiter bearbeiten zu können. Lehrgang3 hat zwei Wissensvorsprünge aufzuarbeiten. Unmöglich, in 40 Stunden. Wir haben ja andere Sachen auch zu tun. Ein Wiki, das immer wieder wächst, ist für (meinen) Schulbetrieb nicht geeignet. Wünschenswert, ja. Was wäre das für ein tolles Wiki nach 2 Jahren, aber nicht realisierbar. Für die Grundausbildung muss ich mit dem Wiki immer wieder von vorne anfangen und das Wiki des vorigen Lehrganges löschen. Autsch, das tu weh. Aber auch wenn ich lösche: Die Schüler haben das Wiki längst heruntergeladen uns es ihren Nachfolgern gemailt.

Daher müsste ich bei jedem Lehrgang thematisch ein neues Wiki beginnen. Aber was mache ich mit dem alten Wiki? Als Lernunterlage für die nachfolgenden Schüler? Das ist zu vergessen, das ist wie e-learning aus dem Jahr 2000, völlig unakzeptabel. E-Learning heute heißt: Inhalte erstellen. Der Weg ist das Ziel, niemals das Endprodukt. Das Endprodukt ist als Nachschlagewerk nützlich, aber nicht als Lern- oder Unterrichtsbehelf.

Einige Ideen dazu habe ich noch. Aber mit denen gehe ich bis zum nächsten Mal schwanger.