Englisch-Unterricht: How do you feel today?

Im Englisch Unterricht war letzte Woche die Einheit „How do you feel today?“ an der Reihe. Dazu gäbe es jede Menge Wörter, Vokabellisten usw. Mit meiner Gruppe von 13 Schülerinnen und einem Schüler haben wir ein kurzes Video produziert. So sind wir vorgegangen:

  1. Ich zeigte das Video 40 expressions her.
  2. Danach fragte ich, ob die Schüler Lust hätten, auch so was zu produzieren. Das Ziel war allen bekannt: Das Video sollte auf youtube stehen und somit auch über Facebook etc verbreitet werden. Ich betonte ganz klar, dass ich niemand zwinge, da mitzumachen. Alle waren einverstanden, beim Dreh stellte sich dann heraus, dass Einzelne doch nicht gefilmt werden wollten, was natürlich okay war.
  3. Die Schüler teilten sich in Dreier-Gruppen auf und erhielten dieses Arbeitsblatt.How do you feel today. Jeder Gruppe wurden zwei Zeilen zugewiesen, von denen sie sich jeder drei Gemütszustände aussuchen konnte.
  4. A4-Blätter mit den ausgesuchten Wörtern wurden vorbereitet. Es empfiehlt sich, die Blätter auf evt. Schreibfehler zu untersuchen. Blätter aufheben, die können später zur Wiederholung verwendet werden.
  5. Eine Woche später filmten wir in knapp 35 Minuten die Sequenzen.
  6. Zuhause schnitt ich das Video, die Hintergrundmusik holten wir von www.jamendo.com. Nachdem ich einige Szenen rausgeschnitten habe, sind es nicht ganz „40 expressions“ geworden, sondern nur „almost 40 expressions“.

Das Video kann für andere (künftige) Schüler wie folgt verwendet werden:

  1. Video ansehen oder
  2. Sammeln von Wörtern, die gemerkt wurden oder
  3. Anstreichen für Wörtern auf dem Arbeitsblatt, die gesehen wurden oder
  4. Wörter im Wörterbuch nachschlagen oder
  5. einen Satz bzw. eine Situation mit diesem Wort bilden (vorlesen oder vorführen) oder
  6. eine kurze Geschichte mit x Wörtern schreiben oder
  7. ein Schüler sitzt mit dem Rücken zur Leinwand, ein anderer liest das Vokabel vor, Wort wird übersetzt oder
  8. eigenes Video drehen

Hier das Ergebnis:

(So ähnlich bin ich auch voriges Jahr bei den „40 expressions“ vorgegangen).

Englisch lernen mit den „40 Expressions“

Eine kurze, knackige Unterrichtssequenz für Englisch bietet sich mit dem Youtube-Video „40 expressions“ an. In diesem Video, das per heute schon über 150 Videoantworten erhalten hat, stellt bubzbeauty 40 Gefühle mimisch dar. Zugleich werden diese als Untertitel eingeblendet. Im Englisch-Unterricht war nun das Ziel, eine Video-Antwort zu posten. So bin ich mit einer 3. Klasse Einzelhandel vorgegangen:

  1. Youtube-Video ansehen (am besten via keepvid.com runterladen)
  2. Vokabel-Liste mit deutschen Übersetzungen austeilen, Schüler suchen sich aus dem Video die englische Übersetzung. (Falls mehr Zeit zur Verfügung steht können die Schüler die Listen auch selbst erstellen)
  3. In zwei Klassen habe ich gefragt, ob, ob sie eine Videoantwort posten möchten. Eine Klasse hat verneint, eine andere war dafür.
  4. Die Vokabeln wurden dann in dieser Klasse von 1 – 40 nummeriert, kopiert, ein Exemplar zerschnippselt und die Vokabel-Schnipsel auf die Schülerinnen nach Belieben aufgeteilt.
  5. Die Schülerinnen erstellen Kärtchen mit dem englischen Begriff in großer Schrift, den sie später an die Wand pinnen, während sie den Begriff darstellen.
  6. Eine Schülerin übernimmt den Part des Regisseurs und kümmert sich um die korrekte Reihenfolge der Darstellung, das spart später viel Zeit beim Schneiden der Teile, eine andere filmt. Gefilmt wird am besten mit Stativ. Wir verwendeten eine ganz billige Digicam im Film-Modus.
  7. Die Schülerinnen treten nun ohne groß zu proben der Reihe nach auf, pinnen ihr Wort an die Wand und stellen es mimisch dar. Ich habe beim Filmen den Fehler gemacht, immer ein „Go“-Kommando gegeben zu haben. Das später rauszuschneiden hat den Aufwand unnötig erschwert. Profis würden wahrscheinlich Handzeichen geben…

Nach 20 Minuten waren die 40 Begriffe im Kasten. Das Suchen nach lizenzfreier Musik (hier einige Tipps), einfügen eines Titels und Abspanns am PC bei mir zuhause dauerte dann nochmal eine Stunde, hat aber (zur Entschuldigung) Spaß gemacht. Idealerweise sollte die Produktion des Videos an Schüler delegiert werden. Das fertige Video habe ich nach Einverständis durch die Schülerinnen als Videoantwort auf youtube gepostet. Die Schülerinnen haben es zusätzlich via Facebook an ihre Freunde verteilt.

Hier das Resultat, in der ich auch eine Gastrolle als „typical annoyed teacher“ hatte:

Der Lerneffekt konnte sich sehen lassen: Beim Erstellen der Videos wurden die Vokabeln sehr oft wiederholt, das fertige Videos wurde regelmäßig angesehen. Einige Lehrer berichteten mir, dass Ihnen die Schülerinnen das Video in ihren Stunden gezeigt hatten. Was will man mehr?

Update 20. 11. 2009: Auf Wunsch von Felix hier noch die Liste mit den Vokabeln: 40 Expressions – words